Biographie als Quelle

            „Das Leben ist nicht ein Problem das gelöst werden muss, sondern ein Geheimnis das gelebt werden will, eine Quelle, die fließen will. 

             

            Man muss Geduld haben

            Gegen das Ungelöste im Herzen

            Und versuchen die Fragen

            Selber lieb zu haben

            Wie verschlossene Stuben

            Und wie Bücher die in einer fremden Sprache

            Geschrieben sind.

             

            Es handelt sich darum

            Alles zu leben.

            Wenn man die Fragen lebt,

            lebt man vielleicht allmählich,

            ohne es zu merken,

            eines fremden Tages

             in die Antwort hinein.

             

            (Rainer Maria Rilke)

             

            Auf meinen Spuren

            Im Leben sind wir immer wieder am suchen und   stehen vor wichtigen Fragen und Entscheidungen. War das alles? Wo geht es hin? Was ist aus meinen Träumen (EntwicklungshelferIn, OpernsängerIn….zu werden) geworden? Wie komme ich aus meinem „Hamsterrad“?  Wie kann mein Leben lebendiger und erfüllter sein? Wie komme ich zu meiner Kraft und kann sie sinnvoll für mich und die Welt einsetzen?...

            In diesen Lebensphasen braucht es ein „Innehalten“ und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte. Mit der „Spurensuche“ können wir  Antworten in uns selbst, in unserer Lebensgeschichte und in den Lebensgeschichten der Anderen finden. Es entsteht eine neue Verbindung zu unseren Quellen und unserer Kraft.  

            Auf „Spurensuche“ gehen heißt, mit erfahrungsorientierten und kreativen Übungen aus den Bereichen des bildnerischen Gestaltens, der Gestaltpädagogik, dem Theater, der Sprachwerkstatt und der Körperarbeit über viele verschiedene „Türen“  Zugang zur eigene Geschichte,  eigenen Erfahrungen und Visionen zu finden

            Neugierig geworden? Dann nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf, wir freuen uns darüber.

            Was bedeutet Biographiearbeit?

            Biographische Selbstreflexion oder Biographiearbeit stellt eine Möglichkeit zur Identitäts­findung dar. Biographiearbeit bezieht  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit ein. Verschiedene kreative und erfahrungsorientierte Übungen erlauben ein Eintauchen in die eigene Lebensgeschichte. Eigentlich „Gewusstes“ wird wieder präsent. Eigene Erinnerungen, Erfahrungen und Visionen werden mit der jetzigen Kompetenz und Persönlichkeitsreife entdeckt und reflektiert.

             

            Biographiearbeit ermöglicht:

            • Entdecken, Annehmen und Akzeptieren eigener Geschichte
            • Sich „Selbst“ bewusst  werden
            • Wahrnehmen eigener Rollen in Beruf und Familie
            • Verstehen eigener Konfliktmuster
            • Dialog und Verbundenheit mit Anderen
            • Achtsamkeit für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede 
            • Orientierung bei wichtigen Entscheidungen
            • Entdeckung ungelebter Lebensentwürfe und Visionen
            • Entwicklung einer engagierten, vertrauensvollen Haltung zum Leben
            • Kraft und Mut für die Gestaltung unseres  Lebens

            Spurensuche bei  Lebensübergängen

            • Sich Zeit nehmen neugierig zu sein -Punkt weg
            • Sich Zeit nehmen einen tieferen Blick auf die eigenen Lebensspuren zu werfen
            • Sich Zeit nehmen inneres Brachland zu entdecken.
            • Sich Zeit nehmen von der eigenen uns anderen Lebensgeschichte  zu lernen.
            • Sich Zeit nehmen für neue Ziele
            • Sich Zeit nehmen fürs Leben

            Warum sich auf Spurensuche begeben?

            Heutzutage sind wir häufiger denn je mit Veränderungen konfrontiert. In diesen Lebensphasen wird oft eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte gesucht und gebraucht. Wir suchen nach neuer Orientierung und eine Quelle für diese Suche ist die eigene Lebensgeschichte.

            Beim Eintauchen in diese gehen wir auf eine  Reise  zu unseren Spuren. Mit einer tieferen und ungewohnten Betrachtungsweise werden Türen geöffnet, die im alltäglichen Umgang mit Biographie verschlossen bleiben. Wir erinnern uns an Ereignisse und Lebensbedingungen, die die  Persönlichkeit geformt haben.   Wie bin ich aufgewachsen? Welche „dicken Freundschaften“ gab es in meinem Leben? Wo gab es Brüche in meinem Leben?  Was ist aus meinen Träumen geworden, Pilot, Entwicklungshelferin, Opernsängerin…. zu werden?

            Mit der „Spurensuche“ können wir Antworten in uns selbst, in unserer Lebensgeschichte und in den Lebensgeschichten der anderen finden.

            Spurensuche braucht manchmal einen besonderen Rahmen. Deshalb bieten wir die Seminare speziell für Frauen, Männer oder Paare an.

            Zur beruflichen Orientierung haben wir ein eigenes Angebot.

             

            Spurensuche zur eigenen und fremden Kultur                                  

            über den persönlichen Lebensweg die eigene und fremde Kultur entdecken Entwicklungsbedingungen der anderen Kultur begreifen kreative Methoden zur Entdeckung der anderen Kultur erlernen den Fremden oder das Fremde in seiner Eigenartigkeit erspüren Kultur als ein Gefüge mit unzähligen Facetten verstehen lernen im Umgang mit der anderen Kultur achtsamer werden In interkulturellen Paaren, Gruppen und Organisationen tauchen immer wieder Missverständnisse auf, die zu Konflikten und Verletzungen führen. Die biographischen Methoden lassen es zu, die Wurzeln dieser Konflikte „urteilsfrei“ zu entdecken  und ermöglichen eine neue Basis für den Umgang mit dem Konflikt.

             Kulturelle Identität ist nach unserem Verständnis kein nationaler „Standard“, sondern ein sich überlagerndes Gefüge aus vielen verschiedenen Erfahrungen. Wir sind als Personen von unterschiedlichen kulturellen Bezugssystemen geprägt. Unser Leben ist  damit „transkulturell“ und hat viele Überschneidungen mit der Kultur anderer Menschen. So suchen wir in den Seminare Wege das Trennende zu verstehen und das Gemeinsame zu fördern.

             

            „Spurensuche“ zur eigenen und fremden Kultur bieten wir Paaren oder Gruppen sowie internationalen Teams an. Wir führen dazu Seminare und Fortbildungen durch.

            Wie arbeiten wir?

            Mit erfahrungsorientierten und kreativen Übungen aus  Bereichen von  bildnerischem Gestalten, Körperarbeit, Theater, Gestaltpädagogik, Sprachwerkstatt  werden über viele verschiedene Kanäle Zugänge zu unserer Lebensgeschichte, unseren Erfahrungen und Visionen gesucht.  Das bei den Übungen Entdeckte wird gemeinsam in einem geschützten Rahmen mit Vertrauen und Annahme reflektiert. Dabei können wir an den „Entdeckungen“ der Anderen, Dinge erkennen, die vielleicht bei uns selbst in den Hintergrund getreten waren.  

            Dazwischen sorgen Körperübungen aus der Kinesiologie und dem Yoga für einen Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung. 

             

             

            Wir über uns:

             

            Anne Schleiß, Jahrgang 1969

            Erzieherin und Dipl. Sozialpädagogin mit Studienschwerpunkt Frauenarbeit,

            derzeit tätig als Trainerin für konstruktive Konfliktlösung, „Frau auf dem Weg“,Mutter von drei Kindern

             

            Sibylle Weiler,Jahrgang 1970

            Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Jahrelange Tätigkeit auf einer onkologischen Kinderstation mit Begleitung sterbender Kinder und deren Angehörigen.

            Dipl. Sozialpädagogin  mit Zusatzausbildungen im Bereich interkultureller Pädagogik, Kunst und Heilkunde. Leitung von Kursen und Seminaren zur Biographiearbeit seit 1997,Mutter von zwei Töchtern

             

            Karl-Heinz Bittl-Weiler, geb. 1956, Dipl. Sozialpädagoge, Ausbildungen zum Trainer, Organisationsberater, Coach, Supervisor auf den Grundlagen der Transaktionsanalyse, dem gestaltpsychologischen und systemischen Ansatz. Ich arbeite im Bereich der Konfliktbearbeitung und der interkulturellen Kommunikation seit über 20 Jahren und erlebe wie fruchtbar die Methoden der biografischen Arbeit, sich darin verwenden lassen. Auf Spurensuche zu gehen hat vielleicht einen ganz persönlichen Hintergrund: Ich war als Kind lange bei den Pfadfindern. Vater von vier Kindern